Warum Autoteile ein Datenproblem sind, kein Shopproblem
Einen Onlineshop aufzusetzen ist bei Kfz-Teilen der einfachste Teil der Arbeit. Das Problem steht davor: Ein Bremsbelag ist nicht „ein Bremsbelag”, sondern passt an eine bestimmte Liste von Fahrzeugen — und an keine anderen. Wer diese Zuordnung nicht liefert, bekommt Retouren, schlechte Bewertungen und in der Marktplatzsuche gar keine Sichtbarkeit.
Genau daran hängt bei Ventrado die ganze Kette. Alles, was gebaut wurde, dient dem einen Zweck: Der Kunde soll ohne Rätselraten sehen, ob das Teil an sein Auto passt.
Was gebaut wurde
Vom Fahrzeugschein zum passenden Teil
Im Shop steht die Fahrzeugauswahl an erster Stelle. Aus HSN und TSN — den beiden Nummern in Feld 2.1 und 2.2 des Fahrzeugscheins — wird der eindeutige Fahrzeugtyp bestimmt, und danach zeigt der Shop nur noch, was dafür freigegeben ist. Wer die Nummern nicht zur Hand hat, wählt Hersteller, Modell und Motorisierung aus oder sucht direkt über die Nummer, die auf dem ausgebauten Teil steht.
Stammdaten, die sich selbst pflegen
Die Artikeldaten kommen nicht aus einer Tabelle, die jemand pflegt, sondern aus der TecDoc-Datenbank: Fotos, technische Merkmale, OE-Vergleichsnummern, die Fahrzeugverwendung und die Herstellerangaben, die seit der GPSR Pflicht sind. Der Abgleich läuft automatisiert und ist wiederholbar — wenn sich beim Hersteller etwas ändert, kommt es nach.
Lieferant und Marktplatz an derselben Kette
Der Großhändler ist über seine Schnittstelle angebunden: Bestand, Preis und Lieferfähigkeit kommen von dort, Bestellungen gehen als Streckengeschäft zurück. Auf eBay laufen dieselben Artikel mit erzeugter Angebotsvorlage, gepflegten Artikelmerkmalen und der Fahrzeugverwendungsliste, ohne die ein Teileangebot in der eBay-Teilesuche unsichtbar bleibt.
Nachrechnen statt hoffen
Zum Schluss die Frage, die im Teilehandel über alles entscheidet: Bleibt am Ende etwas übrig? Der Margen-Kalkulator zieht die tatsächlichen Verkäufe, die echten Marktplatzgebühren und die Einkaufsbelege zusammen und rechnet sie gegeneinander — sauber getrennt nach durchgelaufenen Verkäufen, Retouren und Lieferantenstornos. Dass die abgerechneten Gebühren mit Umsatzsteuer ausgewiesen werden und deshalb erst netto gerechnet werden müssen, ist einer der Punkte, an denen eine Kalkulation sonst still um über zehn Prozent danebenliegt.
Was daran übertragbar ist
Nicht jeder Händler verkauft Autoteile. Aber fast jeder hat dasselbe Grundmuster: eine Datenquelle beim Lieferanten, eine beim Datendienst, eine im Shop, eine auf dem Marktplatz — und dazwischen jemanden, der Listen hin- und herkopiert. Genau diese Handarbeit lässt sich ersetzen, wenn die Quellen einmal sauber verbunden sind.