JTL-Wawi einrichten, betreuen und wieder flott bekommen

Von der Ersteinrichtung bis zu dem Punkt, an dem die Wawi wieder tut, was sie soll.

Manuel Uhrig, Inhaber UHRIG Solutions ·Deutschlandweit & remote ·Stand 12. August 2026
Passt, wenn …

Sie arbeiten mit JTL-Wawi oder wollen einsteigen, und Sie brauchen jemanden, der das System aus dem täglichen Betrieb kennt — nicht aus der Schulungsunterlage. Typisch: Ersteinrichtung, Umzug von einem anderen System, oder ein laufender Betrieb, in dem sich über Jahre Workarounds angesammelt haben.

Passt nicht, wenn …

Sie suchen eine Agentur mit Ticketsystem und Bereitschaft rund um die Uhr. Ich bin eine Person. Bei einem Ausfall am Sonntagmorgen bin ich vielleicht erreichbar, aber ich verspreche es nicht. Wer eine vertraglich zugesicherte Reaktionszeit braucht, ist bei einem größeren Servicepartner besser aufgehoben.

Was konkret dazugehört

Ersteinrichtung

Installation, SQL-Server-Konfiguration, Mandant, Firmenstammdaten, Steuersätze, Zahlungsarten, Versandarten. Einmal richtig aufgesetzt, statt drei Jahre lang nachgebessert.

Umzug und Migration

Von Afterbuy, Billbee, plentyONE, DreamRobot oder aus Excel in die JTL-Wawi. Artikel, Kunden, Bestände und offene Aufträge mit Zuordnungsprotokoll, damit hinterher nachvollziehbar ist, was wohin gelaufen ist.

Workflows

Automatische Statuswechsel, Mailversand, Etikettendruck, Prüfregeln bei Auftragseingang. Alles, was heute jemand von Hand klickt und morgen nicht mehr muss.

Ameise und Datenpflege

Importvorlagen, die auch dann noch funktionieren, wenn der Lieferant seine Spalten umsortiert. Massenpflege von Preisen, Beständen und Merkmalen.

Fehlersuche

Worker steht, Abgleich hängt, Aufträge kommen doppelt, Bestände laufen auseinander. Erst messen, wo es klemmt — dann reparieren.

Updates

Wawi-Updates vorbereiten und durchführen, inklusive der Rechte- und Datenbankthemen, an denen sie üblicherweise scheitern.

Ich habe die JTL-Wawi nicht auf einer Schulung kennengelernt, sondern weil ich sie für meinen eigenen Handel gebraucht habe. Seit 2016 laufen darüber eigene Shops, Marktplätze und Großhandel. Das prägt, wie ich arbeite: Ich weiß, welche Einstellungen im Alltag wehtun, und welche in der Dokumentation wichtig aussehen, aber praktisch niemanden stören.

Die drei Anlässe, aus denen Händler anrufen

Der Einstieg. Sie kommen von Excel, Afterbuy, Billbee oder DreamRobot und wollen auf JTL. Hier entscheidet sich viel, bevor der erste Artikel angelegt ist: Mandantenstruktur, Steuersätze, Artikelnummernlogik, Lagerstruktur. Das sind Entscheidungen, die man nach zwei Jahren nur noch mit Schmerzen korrigiert.

Der gewachsene Betrieb. Die Wawi läuft seit Jahren, aber es haben sich Workarounds angesammelt. Irgendjemand pflegt jeden Morgen eine Liste von Hand, weil ein Abgleich mal nicht funktioniert hat. Der Worker läuft auf dem Rechner der Buchhaltung. Niemand traut sich an ein Update. Hier geht es nicht um Neubau, sondern ums Aufräumen.

Der Ausfall. Etwas funktioniert nicht mehr, und die Suche im Forum hat nicht geholfen. Bestände laufen auseinander, der Shop-Abgleich hängt, Aufträge kommen doppelt herein.

Wie ich an Fehler herangehe

Bei Störungen halte ich mich an eine simple Regel, die mir viel Zeit spart: erst messen, dann anfassen. Die naheliegende Erklärung ist überraschend oft die falsche.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Händler meldete, ein Lieferant liefere „keinen Bestand mehr”. Die Vermutung lag beim Lieferanten. Tatsächlich lag es an einem Filter, der Wochen vorher gesetzt und längst vergessen worden war. Hätte ich beim Lieferanten angefangen, wäre ein Tag verloren gewesen.

Deshalb schaue ich zuerst in Protokolle, Abgleichzeiten und tatsächliche Datenstände, bevor ich eine These aufstelle. Das dauert am Anfang länger und am Ende deutlich kürzer.

Was ich bewusst nicht mache

Ich verkaufe keine Lizenzen, an denen ich mitverdiene, und empfehle keine Plugins, weil ich eine Provision dafür bekomme. Wenn der Standard reicht, sage ich das — auch wenn eine Erweiterung den Auftrag größer machen würde.

Und ich baue keine Konstruktion, die nur ich verstehe. Wenn ich einen Workflow anlege, bekommen Sie dazu, was er tut und woran Sie merken, dass er nicht mehr tut. Ein Dienstleister, den man nicht mehr loswird, weil niemand sonst durch das System steigt, ist kein guter Dienstleister.

Wie das abläuft

  1. 01
    Erstgespräch

    20 bis 30 Minuten am Telefon. Sie schildern, was gerade nicht läuft, ich frage nach. Am Ende wissen wir beide, ob es passt. Kostet nichts.

  2. 02
    Bestandsaufnahme

    Ich schaue mir das System selbst an — Mandant, Datenbank, Workflows, Schnittstellen. Danach gibt es eine schriftliche Einschätzung mit Aufwand.

  3. 03
    Umsetzung

    In abgestimmten Schritten, mit Rückmeldung nach jedem. Größere Eingriffe laufen zuerst auf einer Kopie, nicht im Livesystem.

  4. 04
    Übergabe

    Sie bekommen dokumentiert, was geändert wurde und warum. Ziel ist, dass Sie mich danach seltener brauchen, nicht öfter.

Häufige Fragen

Sind Sie offizieller JTL-Servicepartner?

Ich arbeite seit 2016 täglich mit JTL — zuerst für den eigenen Handel, seit einigen Jahren auch für Kunden. Entscheidend ist für die meisten Anfragen weniger das Partnerlogo als die Frage, ob jemand das System im Echtbetrieb kennt. Wenn Sie eine Leistung brauchen, die zwingend über einen gelisteten Partner laufen muss, sagen Sie es im Erstgespräch — dann klären wir das vorab.

Was kostet die Betreuung der JTL-Wawi?

Das hängt davon ab, ob es eine einmalige Einrichtung, ein Projekt oder eine laufende Betreuung ist. Kleinere Themen rechne ich nach Aufwand ab, für Projekte gibt es vorab eine Schätzung mit Obergrenze, und für laufende Betreuung ein monatliches Kontingent. Das Erstgespräch ist in jedem Fall kostenlos.

Können Sie auch kurzfristig helfen, wenn etwas ausgefallen ist?

Meistens ja, aber ohne Zusage. Ich bin Einzelberater und habe keine Rufbereitschaft. Wenn Ihr Betrieb eine garantierte Reaktionszeit braucht, sollten Sie das mit einem größeren Dienstleister abdecken — das sage ich Ihnen dann auch offen.

Arbeiten Sie vor Ort oder remote?

Überwiegend remote, das ist für beide Seiten schneller und günstiger. Für Lagerprojekte, Schulungen oder eine Erstaufnahme komme ich auch vor Ort — im Umkreis von Westerwald, Koblenz, Limburg und Siegen ohne größeren Aufwand, darüber hinaus nach Absprache.

Übernehmen Sie auch eine bestehende, über Jahre gewachsene Installation?

Ja, das ist sogar der häufigere Fall. Wichtig ist mir dabei, nicht sofort alles umzubauen. Ich schaue zuerst, welche Workarounds einen Grund haben und welche nur historisch sind — und fasse dann das an, was den größten Unterschied macht.

Weitere Leistungen

Klingt nach Ihrem Thema?

Kurzer Anruf, ehrliche Einschätzung, kein Vertriebsgerede. Ich sage Ihnen auch, wenn ich der Falsche bin.