Onlineshop und Website: WordPress, Shopify oder selbst gebaut

Die Systemfrage entscheidet sich daran, wo die Daten herkommen — nicht am Geschmack.

Manuel Uhrig, Inhaber UHRIG Solutions ·Deutschlandweit & remote ·Stand 12. August 2026
Passt, wenn …

Sie brauchen einen Shop oder eine Website und sind unsicher, welches System das richtige ist. Oder Sie haben ein System, das nicht mehr passt, und wollen wissen, ob sich ein Wechsel lohnt.

Passt nicht, wenn …

Sie suchen laufende Marketingbetreuung — Kampagnen, Ads, Social Media, Newsletter-Redaktion. Ich baue und betreibe die Technik; das Marketing darum herum machen Spezialisten besser.

Was konkret dazugehört

Systemwahl

Eine ehrliche Empfehlung, bevor gebaut wird — inklusive der Rechnung, was ein Wechsel kostet und ab wann er sich trägt.

WordPress und WooCommerce

Websites und Shops auf WordPress, sauber aufgesetzt statt mit einem Baukasten-Theme und zwölf Plugins zusammengesteckt.

Shopify

Einrichtung und Anpassung, wenn die Anforderungen zum Mietmodell passen und Sie sich nicht um Betrieb und Updates kümmern wollen.

JTL-Shop

Der naheliegende Weg, wenn Sie ohnehin mit JTL-Wawi arbeiten — siehe die eigene Seite zur JTL-Shop-Betreuung.

Eigene Programmierung

Wenn kein Standardsystem passt, etwa bei ungewöhnlichen Kalkulationen, Konfiguratoren oder B2B-Logik.

Anbindung an die Warenwirtschaft

Der Punkt, an dem die meisten Projekte tatsächlich hängen: Artikel rein, Aufträge raus, Bestände synchron.

Die Frage „Welches System soll ich nehmen?” wird meistens als Geschmacksfrage gestellt und ist in Wirklichkeit eine Frage nach dem Datenfluss.

Ein Shop ist selten ein alleinstehendes Ding. Artikel kommen von irgendwoher — aus einer Warenwirtschaft, von einem Lieferanten, aus einer Tabelle. Aufträge müssen irgendwohin — in die Buchhaltung, ins Lager, zum Versanddienstleister. Der Shop ist das Stück in der Mitte. Wer ihn ohne die beiden Enden auswählt, baut sich ein Anschlussproblem.

Die drei Wege und wann sie passen

JTL-Shop, wenn Sie ohnehin mit JTL-Wawi arbeiten. Der Abgleich ist Teil des Systems, nicht ein Plugin, das man pflegen muss. Der Preis dafür ist, dass Sie sich um Hosting, Updates und Sicherheit selbst kümmern — oder jemanden dafür haben.

Shopify, wenn Sie überschaubar viele Produkte verkaufen, kein Warenwirtschaftssystem im Hintergrund haben und sich um Betrieb und Updates nicht kümmern wollen. Sie mieten Bequemlichkeit und zahlen sie über die monatliche Gebühr und die Transaktionskosten.

WordPress mit WooCommerce, wenn Inhalt genauso wichtig ist wie der Verkauf — also bei Beratungsprodukten, erklärungsbedürftigen Artikeln oder wenn ein Blog tragender Teil der Kundengewinnung ist.

Und wenn nichts davon passt, weil Sie Konfiguratoren, ungewöhnliche Kalkulationen oder B2B-Preislogik brauchen, wird es eine eigene Programmierung. Das ist die teuerste Variante und deshalb die, zu der ich zuletzt rate.

Was ich Ihnen vom Wechsel abrate

Ein Systemwechsel kostet mehr als das Angebot dafür. Es kommen dazu: Migration der Daten, Einarbeitung Ihrer Leute, neue Fehlerquellen in den ersten Wochen und fast immer eine vorübergehende Delle bei der Sichtbarkeit in Suchmaschinen, weil sich URLs ändern.

Wenn Ihr Shop nur nicht mehr zeitgemäß aussieht, aber technisch funktioniert und sauber abgleicht, dann ist ein neues Template die ehrlichere Empfehlung. Ich habe schon Kunden von einem Wechsel abgeraten und stattdessen zwei Tage in ein Child-Template gesteckt.

Der Punkt, an dem Projekte wirklich hängen

Nach meiner Erfahrung wird kaum ein Shopprojekt von der Programmierung ausgebremst. Was Projekte verzögert, sind Inhalte: fehlende Produktfotos, unfertige Beschreibungen, Rechtstexte, die noch beim Anwalt liegen, und Entscheidungen, die niemand treffen will.

Deshalb frage ich beim Start immer als Erstes danach — nicht nach Wunschfarben. Wenn zum Termin die Bilder da sind, wird der Termin gehalten.

Wie das abläuft

  1. 01
    Anforderungen klären

    Weniger Wunschliste, mehr Datenfluss: Woher kommen Artikel, wohin gehen Aufträge, wer pflegt was.

  2. 02
    System empfehlen

    Schriftlich, mit Begründung und den Nachteilen der empfohlenen Variante. Ein Vorschlag ohne genannte Nachteile ist ein Verkaufsgespräch.

  3. 03
    Bauen

    In sichtbaren Schritten. Sie sehen Zwischenstände und können gegensteuern, bevor alles fertig ist.

  4. 04
    Livegang und Übergabe

    Mit Einweisung in die Pflege. Sie sollen Inhalte selbst ändern können, ohne mich zu fragen.

Häufige Fragen

Welches Shopsystem ist das beste?

Das hängt daran, wo Ihre Artikeldaten herkommen und wohin die Aufträge müssen. Wenn Sie mit JTL-Wawi arbeiten, ist JTL-Shop der kürzeste Weg, weil der Abgleich Teil des Systems ist. Verkaufen Sie wenige Produkte ohne angeschlossene Warenwirtschaft, ist Shopify oft die pragmatischere Wahl. WordPress mit WooCommerce lohnt sich, wenn Inhalt und Shop gleich wichtig sind. Die Frage nach dem besten System lässt sich ohne Blick auf den Datenfluss nicht seriös beantworten.

Lohnt sich ein Wechsel von unserem bestehenden System?

Nicht so oft, wie es Dienstleistern lieb wäre. Ein Wechsel kostet Migration, Einarbeitung, neue Fehlerquellen und meist eine Delle bei der Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Das muss sich rechnen. Wenn Ihr System nur unschön aussieht, aber funktioniert, ist ein neues Template die günstigere Antwort. Wenn es Sie täglich Arbeitszeit kostet, sieht die Rechnung anders aus — und dann rechne ich sie Ihnen vor.

Können Sie einen Shop an unsere JTL-Wawi anbinden, der kein JTL-Shop ist?

Ja. Für WooCommerce und Shopify gibt es Connectoren, und wo die nicht reichen, lässt sich über die Schnittstellen beider Seiten eine eigene Anbindung bauen. Wichtig ist, dass vorher klar ist, welches System bei welchem Datenfeld die Hoheit hat — sonst überschreiben sich beide Seiten gegenseitig.

Wie lange dauert ein Shopprojekt?

Eine überschaubare Website liegt bei zwei bis vier Wochen, ein Shop mit Warenwirtschaftsanbindung eher bei sechs bis zwölf. Der größte Zeitfaktor sind fast nie die Technik, sondern die Inhalte: Artikelbeschreibungen, Bilder, Rechtstexte und die Entscheidungen, die dabei anfallen. Projekte werden selten von Programmierung ausgebremst und regelmäßig davon, dass Fotos fehlen.

Bekommen wir Zugriff auf alles?

Ja, vollständig — Hosting, Domain, Quellcode, Zugänge. Sie sollen mich wechseln können, ohne von vorn anzufangen. Alles andere wäre eine Abhängigkeit, die Ihnen schadet und mir nur kurzfristig nützt.

Weitere Leistungen

Klingt nach Ihrem Thema?

Kurzer Anruf, ehrliche Einschätzung, kein Vertriebsgerede. Ich sage Ihnen auch, wenn ich der Falsche bin.